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Geschrieben von: ShaitanJr und Baltarsar
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Dunkle Grüße verehrte Leser,
heute möchten wir euch ein Buch von Alexander Ellmer vorstellen. Bevor wir aber zum Buch kommen, möchten wir euch erst einmal ein bisschen was über den Schriftsteller erzählen.
Alexander Ellmer, der seit über 10 Jahren in der Vertriebsbranche tätig ist und nebenher auch noch leidenschaftlicher Autor und Schriftsteller ist, hat sich mit seiner Familie in Berlin verwurzelt. Seine größte Leidenschaft gilt selbstredend seiner Frau und seinem Kind, jedoch empfindet er auch noch eine große Leidenschaft für die deutsche Sprache. Dabei ist es ihm egal ob es sich um das geschriebene oder gesprochene Wort handelt.
Mit 14 Jahren veröffentlichte er auf verschiedenen Plattformen erste Kurzgeschichten und Lyrik. Mit diesen ersten Werken machte er auf sich aufmerksam und so konnte er sich im Jahr 2000 als Jungautor in einem Gedichtwettbewerb den Titel „Meister der Worte“ sichern.
Seine Leidenschaft zur deutschen Sprache hat Alexander Ellmer zum Beruf gemacht und führt erfolgreich die Agentur „ Texter Berlin“ . Dort ist er als freier Texter für Web, Werbung, Marketing und PR tätig. Da ihn das noch nicht voll ausfüllt, liefert er parallel dazu noch eBooks, Ratgeber und ganze Biografien. Zu seinen Kunden zählen unter anderem renommierte Firmen wie Conrad Electronic und Body Attack. Aber Alexander Ellmer nimmt nicht nur Aufträge von großen Firmen an, sondern auch von kleineren Unternehmen bis hin zu Start-Ups. Sein Motto für die Auftragsannahme ist dabei „Jedes Business hat das Recht auf gute Texte.“ Ansonsten ist er als Verkaufs- und Kommunikationstrainer unterwegs.
Wie ihr sehen könnt, ist dieser Schriftsteller sehr vielfältig tätig. Wie er bei persönlichen Telefonaten beschrieb, gehört die dunkle Poesie und auch die dunkle Kultur zu ihm, auch wenn ihm persönlich dies nicht anzusehen sei. Mit seinem Buch „Im Zeichen des Schicksals“, in dem er dem Leser eine Sammlung seiner dunklen Poesie zur Verfügung stellt, macht er deutlich, dass dieser Funke in ihm lange nicht erloschen ist.
Mit dem Band „Im Zeichen des Schicksals“ liegt uns ein ganz und gar menschliches Bildnis vor, das uns in bitterste Zeiten zwischen Liebe, Verzweiflung, Hoffnung und Tod hinab führt. Obschon sich die Themen im Gesamtkontext um das Rad des Lebens drehen, wird Alexander Ellmer nicht müde, immer neue Empfindungen in seinen vielschichtigen Charakteren zu zeichnen. Detailgetreu legt er den Finger stets auf die Wunden, die den Leser am intensivsten berühren.
Mit der durchaus gewagt experimentellen Form seiner Gedichte betritt der Leser ein völlig unbekanntes Terrain, welches gerade zu auf einen zuspringt. Vielleicht lag es uns deshalb so sehr am Herzen, die Welten der dramatischen Szenen mit viel Geduld und genauerem Blick zu durchlaufen. Jede Zeile für sich bohrt sich in die eigene Gedankenwelt und es dauert eine Weile, bis man aus einem einzelnen verschlungenen Werk wieder hinaus findet.
Wir beginnen eine gefährliche Reise durch die Tiefen der Einsamkeit und Sehnsucht. Mit Titeln wie „Lebens Irrwege“ und „Das Glück“ werden wir von Stufe zu Stufe durch die Schaffensepochen des Autors geführt. Ab und an begegnen wir einer schemenhaften Illustration, mit der sich die tiefe Melancholie des Lebens noch deutlicher atmen lässt.
Angenehm lädt die eher schnörkellose – und wohlweislich zu den tiefschürfenden Zeilen passende – Atmosphäre ein, jeden einzelnen Entwicklungsschritt des Autors und seiner Figuren mitzuerleben, um ihre Schicksale zu bangen.
An jedem kleinen Haltepunkt stellen wir erneut fest, dass die emotionale Reise uns zuweilen an große Sinnfragen heranträgt. Wo steht eigentlich der Sinn des Lebens geschrieben? Mit wie vielen Worten kann man Liebe umfassen? Welche Antworten gibt ein schwarzer Tintenklecks auf unsere verborgenen Sehnsüchte? Und wie genau malt man das Zeichen des Schicksals?
Anders ausgedrückt: Durchweg werden wir unterhalten von den Erlebnissen verschiedenster Figuren, die im Gesamtkontext zu einer einzigen gewaltigen Erfahrung verschmelzen. Jedoch bleibt es nicht auf dem Niveau eines actionlastigen Blockbusters. Wir erfahren echte Berührung, vertrauter als uns manchmal lieb ist.
Natürlich bleiben einzelne Bilder stärker hängen, jeder kann sich selbst in der Vielfalt entdecken. Uns hat besonders beeindruckt, wie Alexander Ellmer an Themen heranging, die womöglich schmerzhafter sind als körperliche Verletzungen. Wir geben uns im Farbenrausch der Hoffnung hin, statt einen scheinbar ausweglosen Kampf mit der Tinte zu fechten. Das ist schließlich die Mixtur, die uns nach einer langen Suche doch noch an die Oberfläche zurück trägt. Für eine Weile werden wir nicht vergessen, was wir inmitten all dieser neuen Sinneseindrücke erlebt haben. Und dennoch werden wir mit Freuden erneut hinab in die finstersten Ecken des Verstandes steigen, wenn uns nach der flüsternden Stimme in unseren Herzen dürstet.
Damit auch ihr sie hören könnt, nehmen wir euch mit und leiten euch durch den Ozean aus Worten.
Träume
So sanft, so nah
Geborgen - so warm
Sicher, behütet - unvergessliche Augenblicke
Ein Traum, den Er lebt
Eine Sehnsucht, die Er zu stillen verlangt
Die Stunden passieren - Ewigkeiten vergehen
Sie ist geblieben, in diesem Augenblick
Sie wird auch bleiben, in weiteren Zeiten
Nicht daran geglaubt, doch deutete einiges darauf hin
Ein Genuss, diese Wärme - diese Nähe
Stille Gedanken wurden verdrängt
Bedenken - das gab es nicht
Hoffnung, sie wurde vertrieben
Es schien Realität zu werden
Das Licht gefunden, zu dunkler Stund
Ein Lächeln gesehen, und es hat gefunkt
Sofort erkannt, was es bedeutet
Doch nicht daran geglaubt
Man wollte es nicht wahrhaben, diese Gabe
Man hat sich geweigert, es zu akzeptieren
Gründe werden gesucht - fassadrisch
Vorbei der Traum - oder nur erwacht?
Stimmen der Vernunft, sie erwecken es ...
Zweifel – Unbehagen
Ungewissheit über dieses Phänomen
Was wird kommen, was war geschehen?
Wohin soll es führen, was wird es geben?
Man war sich nicht bewusst - es konnte nicht sein
Die Gefühle sind da, sind noch so rein
Werden verdrängt - nicht mehr zugelassen
Ungewissheit - Angst
Gelauert in der Ewigkeit
Gefunden in der Dunkelheit
Verstanden dieses Zeichen, wohl nur eingebildet
Unklar, was nun noch folgt
Verwirrt ... im Leben stehend
Verzweifelt den Trost suchen
Nur die Leere wartet dort
So verdrängt man diese Wahrheit
Verweilt noch in diesem Traum
Sie können so sanft sein
Verdrängen nur den wahren Bestand
So lauert man im Schatten
Achtet darauf, was nun noch geschieht
Glaubt nicht mehr an das, was sein möge
Eine Entscheidung, solle sie schnell fallen
Gleichgültig, in welchem Wege
Nur die Gewissheit soll erreicht werden ...
Details zum Buch:
Seitenzahl: 440
ISBN: 978-3-945618-09-7
Produktform: Softcover, Flexibler Einband (Paperback)
Auflage: 1 (ungekürzt)
Preis: 22,90 Euro
Internet:
freundlich dunkle Grüße
ShaitanJr und Baltarsar
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Geschrieben von: weltenfinsternis.de | J. Krüger
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Dunkle Grüße verehrte Leserin, verehrter Leser,
heute möchte ich mich mal mit einem Thema beschäftigen, welches uns alle etwas angeht, weil wir in unserem Bekanntenkreis oder Freundeskreis mindestens eine Person kennen, die von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen ist. Einige meiner Leserinnen und Leser müssen gar nicht mal soweit schauen, sondern sind selbst von Armut und / oder sozialer Ausgrenzung betroffen.
Bildquelle: piqs.de bearbeitet von: J. Krüger
In diesen Sog kann man in den heutigen Tagen sehr schnell und leider auch sehr einfach geraten. Die Gründe sind sehr verschieden, aber machen selbst vor Kindern und Rentnern nicht halt.
Aber kommen wir ersteinmal zu den Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Dieses hat in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass im Jahr 2014 20,6 Prozent der Bevölkerung, also ca. 16,5 Millionen Menschen in Deutschland von Armut und sozialer Ausgrenzung "bedroht" waren. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 0,3 Prozent dar. Im Vorjahr waren 20,3 Prozent der Bevölkerung, also ca. 16,2 Millionen Menschen in Deutschland von Armut bedroht.
Die Formulierung "bedroht" ist aus politischer Korrektnis heraus gewählt wurden, denn sonst hätte man Tatsachen berichten müssen, also das die Menschen nicht nur davon bedroht waren, sondern in Armut leben mussten und von sozialer Ausgrenzung betroffen waren. Die Aufgabe des Statistischen Bundesamtes ist es jedoch nicht über gegebene Zustände in Deutschland zu berichten, sondern sich allein die Zahlen zu betrachten. Statistiker werden bestätigen, dass man aus der Betrachtung von Zahlen nicht automatisch auf Gegebenheiten Rückschlüsse ziehen sollte bzw. unreflektiert auch kann. Daher hier die Formulierung "bedroht".
Die Zahlen, die das Statistische Bundesamt hierfür herangezogen hat, kommen von einer Erhebung Namens "Leben in Europa". In dieser Erhebung werden alle 28 EU Länder betrachtet und die Armut in diesen Ländern in Zahlen ausgedrückt.
Um diese Zusammenfassung zusammenstellen zu können, braucht es natürlich auch gewisse Kriterien. Dabei hat man sich auf 3 Kriterien beschränkt. Um in der EU als Arm und von sozialer Ausgrenzung bedroht zu gelten, muss man mindestens eines der 3 folgenden Kriterien erfüllen:
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Man muss über ein Einkommen verfügen, welches unter der Armutsgefährdungsgrenze liegt.
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Man muss in einem Haushalt mit erheblichen materiellen Einschränkungen leben.
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Man muss in einem Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung leben.
Nun bekommt man hier Begriffe vorgesetzt, mit denen man nicht unbedingt täglich zu tun hat. Daher hier der Versuch, diese verständlich zu erläutern.
Unter Armutsgefährdungsgrenze versteht man, dass derjenige als armutsgefährdet gilt, dessen Einkommen unter 60 Prozent des mittleren Einkommens der gesamten Bevölkerung liegt. Diesen Wert nennt man den sogenannten Schwellenwert. Dieser lag im Jahr 2014 für einen Singlehaushalt bei 987 Euro und für eine Familie mit 2 Kindern bei 2.072 Euro.
Verehrte Leserinnen und Leser, bitte erschrecken sie nicht, aber ja, wenn ihr Haushalt weniger Geld hat, gelten sie als "von Armut und sozialer Ausgrenzung gefährdet". Bitte lassen sie sich dies mal in Ruhe durch den Kopf gehen.
Unter "erhebliche materielle Einschränkungen" versteht man, dass ungefähr 5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland, also jeder 20. Bürger, davon betroffen ist und damit leben muss, dass aufgrund dieser erheblichen materiellen Einschränkungen die Lebensbedingungen erheblich erschwert sind. Das Beispiel des Statistischen Bundesamtes beschreibt dies sehr gut. So wird darauf hingewiesen, dass diese 5 Prozent der Bevölkerung nicht in der Lage sind, ihre Rechnungen zu bezahlen, ihren Wohnraum angemessen zu beheizen und sich ebenfalls keine Urlaubsreise von einer Woche leisten können.
Wer sich in dieser Deffinition wiederfindet, gilt ebenso als "von Armut und sozialer Ausgrenzung gefährdet".
Und nun zum letzten Fachbegriff "geringe Erwerbsbeteiligung". Darunter versteht man, dass jeder 10. Bürger unter 60 Jahren in einem Haushalt mit sehr geringer Beteiligung am Arbeitsmarkt lebt. Nach den ermittelten Zahlen, des Statistischen Bundesamtes, heißt dies, dass im Jahr 2014 von den erwerbsfähigen Haushaltsmitgliedern weniger als 20 Prozent einer Arbeit nachgingen.
Wir sehen, dass sich hier sehr allgemein ausgedrückt wurde und somit Begriffe wie Kinderarmut und Altersarmut geschickt vermieden worden sind. Schade finde ich persönlich, dass nicht zur Sprache gekommen ist, dass über 2 Millionen Kinder (die Dunkelziffer ist wie immer höher) hier in Deutschland von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind. Diese Kinder wurden in dieser schön formulierten Statistik zwar mit betrachtet, aber wörtlich nicht erwähnt.
Auch die Altersarmut dürfen wir nicht außer acht lassen, obwohl auch diese in dieser Statistik mit aufgenommen wurde, jedoch auch nicht formuliert wurde.
Aber nicht nur arme Kinder und Rentner müssen wir uns vor unser geistiges Auge holen, sondern auch die oft beschimpften und oft zu unrecht als faul bezeichneten Harz IV Empfänger dürfen wir hier nicht vergessen. Holen wir uns jetzt auch noch die Geringverdiener und diejenigen mit so wenig Verdienst, dass sie beim Jobcenter "aufstocken" müssen, mit vor unser geistiges Auge, dreht sich uns der Kopf.
Müssen wir doch dann begreifen, dass es hier in Deutschland von Armut und sozialer Ausgrenzung nur so wimmelt. Dieses Problem zu begreifen, fällt eigentlich nicht sonderlich schwer. Schwer fällt mir dabei, warum die Politik in den letzten Jahrzehnten nichts gegen diese Armut und soziale Ausgrenzung gemacht hat. Bekannt sind diese Zahlen schon seit 20 Jahren, geändert hat sich bis heute nur eines, es wird immer schlimmer.
Was entsteht aus Armut und Ausgrenzung?
Richtig! Frust und Hass. Gerade in den heutigen Zeiten ein Thema, an dem wir nicht mehr vorbeikommen, angesichts der "Flüchtlingsdebatte". Die Politik tut öffentlich überrascht vom frustrierten Volk. Wie kann man von diesem Frustrationslevel nur überrascht sein, wenn man gerade die von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohten Bevölkerungsgruppen über Jahrzehnte immer weiter schröpft? Wie kann man überrascht sein, dass genau in dieser Bevölkerungsgruppe Menschen ein Ventil für ihren Frust suchen? Wie kann man überrascht sein, dass sich Menschen in dieser Bevölkerungsgruppe leider viel zu leicht beeinflussen und manipulieren lassen, obwohl sie menschlich sowie geistig nicht als dumm eingestuft werden können?
Unsere Politiker schauen sich den Mopp aus Volksdeppen (Rechtsradikale und sämtliche andere Radikale) und Mitläufern an und tun so, als hätten sie damit niemals gerechnet und als bestehe für den ganzen Frust kein Grund.
An dieser Stelle muss man sich dann fragen, ob unsere Politiker nicht auch eine ganze Menge zu wenig Intelligenz für ihren Job haben oder ob dies genau das Jobkriterium ist.
Ich möchte aber das Problem der Armut und der sozialen Ausgrenzung nicht mit einer Debatte über Flüchtlinge oder der Intelligenz von Politikern überschatten, sondern ich möchte hier deutlich machen, dass in einem der reichsten Industrieländer der Welt ein riesen großes Problem besteht. Ich möchte deutlich machen, dass die Verteilung des Reichtums in Deutschland einseitig, unmenschlich, unfair und unsozial ist.
Deutschland hat in seinem Grundgesetz stehen, dass es ein Sozialstaat ist. Ein Sozialstaat verursacht Armut und soziale Ausgrenzung nicht, sondern hat ein soziales Netz der Sicherheit gespannt. Harz IV kann man nicht als soziales Netz bezeichnen, denn Harz IV verursacht und fördert Armut und soziale Ausgrenzung. Auch fördern Medienberichte über "faule" Harz IV Bezieher Hetze, Hass und soziale Ausgrenzung.
Ein Staat, der sich selbst nicht an sein Grundgesetz hält, der schon mehrfach vom EUGH (dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte) wegen Menschenrechtsverbrechen verurteilt wurde und der nichts, aber auch gar nichts ändert, ist in meinen Augen entweder kein suveräner Staat mehr oder wenn doch ein Staat, dann ein sogenannter Schurkenstaat.
Denn ein Staat, dem die Bevölkerung egal ist, läuft ganz große Gefahr, an dieser Einstellung kaputt zu gehen.
Ich rufe hier nicht zu irgendwas auf, sondern fordere alle auf, sich ihr eigenes Bild zu machen, sich ihre eigene Meinung zu bilden und nichts, auch nicht diesen Artikel, unreflektiert zu übernehmen. Ich fordere allerhöchstens dazu auf, dass die eigene Intelligenz, also das eigene Denkvermögen, wieder voll genutzt wird. Nicht zum negativen, sondern zu positiven sozialen Veränderungen in einem der reichsten Industriestaaten der Welt. Und schließe bei diesem Aufruf auch unsere Politiker nicht aus, sondern fordere gerade diese auf, ihren politischen Kurs der letzten Jahrzehnte auf Menschlichkeit und Gerechtigkeit zu überprüfen und einen besseren Weg als den jetzigen einzuschlagen. Das sind Sie, verehrte Politikerinnen und Politiker unserem Land und unserer Geschichte schuldig, denn aus der Geschichte sollte man doch lernen.
freundlich dunkle Grüße
J. Krüger
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Geschrieben von: weltenfinsternis.de | J. Krüger
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Dunkle Grüße verehrter Leser,
heute möchten wir uns mit der Singlebörse "Schwarzes Glück" mal ein bisschen genauer befassen.
Schwarzes Glück existiert bereits seit 2003 und vereinigt 50.000 Mitglieder auf einer Seite. Damit zählt Schwarzes Glück nicht nur zu Deutschlands größter Singlebörse für Mitglieder der Gothic Kultur, sondern in ganz Europa gibt es keine größere.
Ein paar Eckpunkte zum Onlineangebot von Schwarzes Glück:
- grundsätzlich ist die Registrierung kostenlos, wenn man Features wie kostenlose Buttons, Video- und Fotogalerie nutzen möchte, muss man allerdings einen freiwählbaren Mitgliedsbeitrag entrichten. Kostenlos zur Verfügung gestellt werden Services wie Datefinder, Gruppen, Mitfahr- und Mitwohnzentrale, Standesamt und Eventkalender.
- nach eigenen Angaben hat Schwarzes Glück seit 2003 ca. 500 Paare zusammengebracht. Dabei ist nicht bekannt, wie lange die Beziehungen gehalten haben und ob es bei allen Paaren auch zu einer engeren Verbindung, wie Ehe gekommen ist.
- das Angebot von Schwarzes Glück beschränkt sich ausschließlich auf Mitglieder der Gothic-, EBM-, Metal- und Darkwaveszene. Bei deiner Registrierung musst du einen 7 seitigen Fragebogen ausfüllen, dieser wird von 23 zufällig gewählten Mitgliedern (auch Cherubim genannt) auf deine Zugehörigkeit zur Szene geprüft. Kommen diese zum Ergebnis, dass du Teil der Szene bist, wirst du akzeptiert, wenn du nach ihrer Meinung nicht zur Szene gehörst, wirst du nicht akzeptiert, also nicht reingelassen. Diese gruppenspezifische Selektierung tut der Seite gut, allerdings hat es natürlich auch den Nachteil, dass du keine anderen Leute kennenlernen kannst, wie z.B. Szeneaufgeschlossene oder Interessierte.
- leider hat die Aktivität der Seite in den letzten Jahren stark abgenommen, auch wenn in der Onlineliste mal 189 Mitglieder angezeigt werden. In den vergangenen Jahren waren es oft mehrere hundert. So sind immer weniger zufinden, die über Schwarzes Glück auch wirklich ihr Beziehungsglück gefunden haben. Diese vermehrte Inaktivität rührt vielleicht auch daher, dass an der Seite keinerlei Entwicklung mehr stattfindet. Selbst die Statistik der Mitgliederzahl auf der Startseite wurde seit 2009 nicht mehr aktualisiert.
- die Kommunikation zwischen den Mitgliedern gestaltet sich aufgrund veralteter Scripte und Homepagesoftware recht schwierig. Weder ein PN System mit deutlicher Anzeige über neue PNs ist vorhanden, noch ein Chatsystem.
- auch das Login von Schwarzes Glück würde man heute aus technischer Sicht nicht mehr als zeitgemäß betrachten, denn weder ist es möglich, dass sich die Browser den Benutzernamen merken noch ist selbiges mit dem Passwort möglich. Vielleicht ist dies auch so gewollt und dient der Sicherheit, allerdings empfinden es viele Nutzer doch ehr als Benutzerunfreundlich.
- ein weiteres Manko, aus Sicht der Benutzerfreundlichkeit, ist, dass man nach einer nicht kommunizierten Zeit der Inaktivität ohne Information (z.B. vor eine E-Mail versendet wird) gelöscht wird. So kann ein längerer Aufenthalt im Krankenhaus, Urlaub oder andere Gründe für länger andauernde Inaktivität dazu führen, dass man gelöscht wurde und dies erst bei seinem nächsten Login Versuch mitbekommt, da erst dort angezeigt wird, dass der Account gelöscht wurde. Desinformation scheint in diesem Punkt allerdings schon Tradition zu sein, denn dieses Problem besteht bereits seit Jahren und es wird nicht abgestellt. Ärgerlich ist dies vorallem für Mitglieder, die wirklich ihre Hoffnungen in Schwarzes Glück setzen, den ganzen Aufwand (und ja es ist ein nicht unerheblicher Aufwand seine Profilinformationen auszufüllen) betreiben um alles auszufüllen, was sie ausfüllen müssen und dann auf den sogenannten simpler Paarmatching-Algorithmus vertrauen. Kontakte, die man in seiner aktiven Zeit aufgebaut hatte, gehen so leider oft komplett verloren. Dies nervt nicht wenige, die meisten von ihnen wandern dann entweder in andere Communities oder andere soziale Netzwerke wie Facebook ab.
- Schwarzes Glück überträgt sämtliche Daten und persönliche Angaben unverschlüsselt ins Internet.
- und um die Eckpunkte mit etwas positiven zu beenden, möchte ich darauf hinweisen, dass sich Schwarzes Glück von jeglicher rechten Gesinnung deutlich los sagt und Menschen mit einer solchen Gesinnung den Zutritt verwehrt.
Fazit:
Am Ende kann eine Redaktion sich eine Seite nur grob betrachten und einige Eckpunkte, positive wie auch negative, aufgreifen. Meinungen sollte eine Redaktion nicht bilden oder beeinflussen. Jeder ist für seine Onlineerfahrung selbst verantwortlich und muss sich, wie im richtigen Leben auch, seine eigene Meinung bilden. Dies funktioniert nur, wenn man sich selbst ein Bild gemacht hat.
Schwarzes Glück hat seine Schwächen, wie jede andere Seite auch, aber auch seine Stärken. Daher ein nicht unbegründetes Onlineangebot.
Daher empfehlen wir hier folgendes:
Lies dir unsere rausgegriffenen Eckpunkte durch, gehe auf Schwarzes Glück und sammle eigene Erfahrungen. Nur so kannst du dir eine komplett eigene Meinung bilden ohne beeinflusst worden zu sein. Schaden wird dir die Erfahrung mit Schwarzes Glück auf keinen Fall. Im schlimmsten Fall lernst du neue Leute kennen, vernetzt dich mit ihnen auf Facebook oder anderen Seiten und es können wunderbare Freundschaften entstehen. Und wer weiß, nach einiger Zeit entstehen aus manchen Freundschaften dann sogar richtig gute Beziehungen.
freundlich dunkle Grüße
J. Krüger (Baltarsar)
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Geschrieben von: J. Krüger - Chefredakteur
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Suhl im schönen Thüringer Wald gelegen, ist eine kleine kreisfreie Stadt mit ca. 36.000 Einwohnern. Wie viele Städte des Ostens leidet Suhl an der stetigen Abwanderung der jungen Menschen. Dies ist zum einen so, weil Suhl für junge Menschen nicht sonderlich viel zu bieten hat. Auch Arbeitsmöglichkeiten sind im beschaulichen Suhl Mangelware. So müssen viele Bewohner Suhls zu ihrer Arbeitsstelle pendeln. Diese und andere Faktoren machen Suhl für die meisten jungen Menschen unattracktiv. Viele der jungen Menschen, mit denen ich gesprochen habe, wollen nur eines, so schnell wie möglich die Stadt wieder verlassen und dorthin ziehen wo es Arbeit gibt und wo der Umgang mit den eigenen Bürgern noch besserer ist.
Auch unsere Redaktion muss nun erleben, wie sich die Stadt Suhl über die, im Grundgesetz festverankerten und gesicherten, Rechte ihrer Bürger hinwegsetzen möchte.
Wie es dazu gekommen ist, zeigt dieser Artikel nun genauer auf.
Am 24.Juni 2015, also fast ein Jahr später, erreichte unsere Redaktion nun ein Brief der Stadt Suhl. Dieser Brief wurde vom Justiziariat der Stadt Suhl verfasst und trägt die Überschrift "Veröffentlichung eines beleidigenden Artikels auf der Webseite weltenfinsternis.de". Der Justiziar, Herr Krautstrunk, behauptet unsere Redaktion verunglimpfe mit dem letzten Artikel die Mitarbeiter des Jugendamtes der Stadt Suhl, namentlich Frau Rienecker und Herr Stark, sowie das Jugendamt Suhl selbst. Somit bestehe unserer Redaktion gegenüber ein Anspruch auf Beseitigung und Unterlassung. Weiter führt er aus, unsere Redaktion verstoße gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht der genannten Mitarbeiter und aus diesem Grund wären wir schadensersatzpflichtig.
Mit seinem letztem Absatz im Schreiben an unsere Redaktion fordert Herr Krautstrunk im Namen der Stadt Suhl uns nun auf, den Artikel "Jugendamt und Familiengericht - Skandal in Suhl" zu entfernen und droht im letzten Satz des Absatzes rechtliche Schritte der Stadt Suhl gegenüber uns an.
Da Herr Krautstrunk im Namen der Stadt Suhl handelt und ich davon ausgehe, dass ein Justiziar irgendwann einmal in seinem Leben Jura studiert hat, bin ich entsprechend entsetzt über die altertümliche und völlig falsche Rechtsauffassung der Stadt Suhl. Aber ich sehe auch ein, dass ein Anwalt mit dieser hohen Zahl an Berufsjahren, die aktuellen Rechtsbeschlüsse des Bundesverfassungsgerichtes, des in Deutschland höchsten Gerichtes, nicht mehr so im Auge hat, wie dies eventuell ein jüngerer Anwalt hätte. Ab einer gewissen Anzahl von Berufsjahren, neigt der Mensch eben dazu, sich ehr auf seine Berufserfahrung zu verlassen, als auf aktuelle Änderungen zu schauen. Leider enstehen daraus dann immer wieder Situationen für Bürger, die sich sehr nachteilig auf sie auswirken und nur mit viel Aufwand und Anstrengung wieder bereinigt werden können. Daher fordere ich Herrn Krautstrunk hiermit einfach auf, sich eben nicht nur auf seine Berufserfahrung zu verlassen, sondern die aktuelle Rechtssprechung im Auge zu behalten, sowie völlig überholte Rechtsmeinungen an das 21. Jahrhundert anzupassen.
Denn in einem ähnlichen Fall urteilte das Bundesverfassungsgericht bereits. In dem Urteil heißt es sinngemäß, dass Personen, die für öffentliche Institutionen arbeiten und diese somit vertreten, öffentliche Kritik ertragen müssen und namentlich genannt werden dürfen. Das heißt, das Bundesverfassungsgericht hat bereits legitimiert, das öffentliche Einrichtungen, wie in unserem Fall das Jugendamt der Stadt Suhl, und deren Mitarbeiter öffentlich kritisiert und die Mitarbeiter namentlich genannt werden dürfen, solange es sich nicht um eine sogenannte Schmäkritik handelt. (siehe dazu Beschluss vom 24.07.2013 Aktenzeichen 1 BvR 444/13, 1 BvR 527/13 Bundesverfassungsgericht)
Dennoch versucht die Stadt Suhl, in Vertretung des Herrn Krautstrunk, die staatliche Zensur unseres Artikels zu verlangen und somit Artikel 5 Grundgesetz zu verletzen. Artikel 5 des Grundgesetzes regelt die Meinungs- und Pressefreiheit in ganz Deutschland und ist somit auch für den Freistaat Thüringen gültig.
Nach meiner Meinung ist das Verhalten der Stadt Suhl einfach nur noch beschämend. Gerade wenn man sich überlegt, dass für das Recht auf Meinungsfreiheit und Pressefreiheit viele Menschen gekämpft haben und auch gestorben sind. Deutschland kritisiert andere Staaten, die die Meinungs- und Pressefreiheit einschränken bzw. gar nicht gewähren, aber im eigenen Land scheint dies vollkommen in Ordnung zu sein.
Unsere Redaktion, so klein sie auch ist, lässt sich aus Prinzip nicht die Meinung und schon gar nicht das Recht auf Berichterstattung verbieten. Daher werden wir der illegalen Forderung der Stadt Suhl auch nicht nachkommen und werden unsere Meinungs- und Pressefreiheit verteidigen. Gegebenenfalls gehen wir damit bis vor das Bundesverfassungsgericht. Die Stadt Suhl muss begreifen, dass sich Bürger, deren Rechte mit Füßen getreten werden, zur Wehr setzen und alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, die ihnen dieser Rechtsstaat zur Verfügung stellt.
Der Kampf David gegen Goliath oder in unserem Fall Goliath gegen David hat nun also begonnen. David wird aber nicht weichen und kämpft im 21. Jahrhundert für seine Meinungs- und Pressefreiheit. Peinlich, was derzeit in der Stadtverwaltung Suhl möglich zu sein scheint. Man schämt sich direkt in dieser Stadt zu leben.
freundlich dunkle Grüße
J. Krüger
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