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Armut und soziale Ausgrenzung in Deutschland!
Geschrieben von: weltenfinsternis.de | J. Krüger   

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Dunkle Grüße verehrte Leserin, verehrter Leser,
 
heute möchte ich mich mal mit einem Thema beschäftigen, welches uns alle etwas angeht, weil wir in unserem Bekanntenkreis oder Freundeskreis mindestens eine Person kennen, die von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen ist. Einige meiner Leserinnen und Leser müssen gar nicht mal soweit schauen, sondern sind selbst von Armut und / oder sozialer Ausgrenzung betroffen.
 
 
Armut und soziale Ausgrenzung sind in Deutschland leider die Norm.
Bildquelle: piqs.de bearbeitet von: J. Krüger
 
 
In diesen Sog kann man in den heutigen Tagen sehr schnell und leider auch sehr einfach geraten. Die Gründe sind sehr verschieden, aber machen selbst vor Kindern und Rentnern nicht halt.
 
Aber kommen wir ersteinmal zu den Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Dieses hat in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass im Jahr 2014 20,6 Prozent der Bevölkerung, also ca. 16,5 Millionen Menschen in Deutschland von Armut und sozialer Ausgrenzung "bedroht" waren. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 0,3 Prozent dar. Im Vorjahr waren 20,3 Prozent der Bevölkerung, also ca. 16,2 Millionen Menschen in Deutschland von Armut bedroht.
 
Die Formulierung "bedroht" ist aus politischer Korrektnis heraus gewählt wurden, denn sonst hätte man Tatsachen berichten müssen, also das die Menschen nicht nur davon bedroht waren, sondern in Armut leben mussten und von sozialer Ausgrenzung betroffen waren. Die Aufgabe des Statistischen Bundesamtes ist es jedoch nicht über gegebene Zustände in Deutschland zu berichten, sondern sich allein die Zahlen zu betrachten. Statistiker werden bestätigen, dass man aus der Betrachtung von Zahlen nicht automatisch auf Gegebenheiten Rückschlüsse ziehen sollte bzw. unreflektiert auch kann. Daher hier die Formulierung "bedroht".
 
Die Zahlen, die das Statistische Bundesamt hierfür herangezogen hat, kommen von einer Erhebung Namens "Leben in Europa". In dieser Erhebung werden alle 28 EU Länder betrachtet und die Armut in diesen Ländern in Zahlen ausgedrückt.
 
Um diese Zusammenfassung zusammenstellen zu können, braucht es natürlich auch gewisse Kriterien. Dabei hat man sich auf 3 Kriterien beschränkt. Um in der EU als Arm und von sozialer Ausgrenzung bedroht zu gelten, muss man mindestens eines der 3 folgenden Kriterien erfüllen:
 
  • Man muss über ein Einkommen verfügen, welches unter der Armutsgefährdungsgrenze liegt.
 
  • Man muss in einem Haushalt mit erheblichen materiellen Einschränkungen leben.
 
  • Man muss in einem Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung leben.
 
Nun bekommt man hier Begriffe vorgesetzt, mit denen man nicht unbedingt täglich zu tun hat. Daher hier der Versuch, diese verständlich zu erläutern.
 
Unter Armutsgefährdungsgrenze versteht man, dass derjenige als armutsgefährdet gilt, dessen Einkommen unter 60 Prozent des mittleren Einkommens der gesamten Bevölkerung liegt. Diesen Wert nennt man den sogenannten Schwellenwert. Dieser lag im Jahr 2014 für einen Singlehaushalt bei 987 Euro und für eine Familie mit 2 Kindern bei 2.072 Euro.
 
Verehrte Leserinnen und Leser, bitte erschrecken sie nicht, aber ja, wenn ihr Haushalt weniger Geld hat, gelten sie als "von Armut und sozialer Ausgrenzung gefährdet". Bitte lassen sie sich dies mal in Ruhe durch den Kopf gehen.
 
Unter "erhebliche materielle Einschränkungen" versteht man, dass ungefähr 5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland, also jeder 20. Bürger, davon betroffen ist und damit leben muss, dass aufgrund dieser erheblichen materiellen Einschränkungen die Lebensbedingungen erheblich erschwert sind. Das Beispiel des Statistischen Bundesamtes beschreibt dies sehr gut. So wird darauf hingewiesen, dass diese 5 Prozent der Bevölkerung nicht in der Lage sind, ihre Rechnungen zu bezahlen, ihren Wohnraum angemessen zu beheizen und sich ebenfalls keine Urlaubsreise von einer Woche leisten können.
 
Wer sich in dieser Deffinition wiederfindet, gilt ebenso als "von Armut und sozialer Ausgrenzung gefährdet".
 
Und nun zum letzten Fachbegriff "geringe Erwerbsbeteiligung". Darunter versteht man, dass jeder 10. Bürger unter 60 Jahren in einem Haushalt mit sehr geringer Beteiligung am Arbeitsmarkt lebt. Nach den ermittelten Zahlen, des Statistischen Bundesamtes, heißt dies, dass im Jahr 2014 von den erwerbsfähigen Haushaltsmitgliedern weniger als 20 Prozent einer Arbeit nachgingen.
 
Wir sehen, dass sich hier sehr allgemein ausgedrückt wurde und somit Begriffe wie Kinderarmut und Altersarmut geschickt vermieden worden sind. Schade finde ich persönlich, dass nicht zur Sprache gekommen ist, dass über 2 Millionen Kinder (die Dunkelziffer ist wie immer höher) hier in Deutschland von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind. Diese Kinder wurden in dieser schön formulierten Statistik zwar mit betrachtet, aber wörtlich nicht erwähnt.
 
Auch die Altersarmut dürfen wir nicht außer acht lassen, obwohl auch diese in dieser Statistik mit aufgenommen wurde, jedoch auch nicht formuliert wurde.
 
Aber nicht nur arme Kinder und Rentner müssen wir uns vor unser geistiges Auge holen, sondern auch die oft beschimpften und oft zu unrecht als faul bezeichneten Harz IV Empfänger dürfen wir hier nicht vergessen. Holen wir uns jetzt auch noch die Geringverdiener und diejenigen mit so wenig Verdienst, dass sie beim Jobcenter "aufstocken" müssen, mit vor unser geistiges Auge, dreht sich uns der Kopf.
 
Müssen wir doch dann begreifen, dass es hier in Deutschland von Armut und sozialer Ausgrenzung nur so wimmelt. Dieses Problem zu begreifen, fällt eigentlich nicht sonderlich schwer. Schwer fällt mir dabei, warum die Politik in den letzten Jahrzehnten nichts gegen diese Armut und soziale Ausgrenzung gemacht hat. Bekannt sind diese Zahlen schon seit 20 Jahren, geändert hat sich bis heute nur eines, es wird immer schlimmer.
 
Was entsteht aus Armut und Ausgrenzung?
 
Richtig! Frust und Hass. Gerade in den heutigen Zeiten ein Thema, an dem wir nicht mehr vorbeikommen, angesichts der "Flüchtlingsdebatte". Die Politik tut öffentlich überrascht vom frustrierten Volk. Wie kann man von diesem Frustrationslevel nur überrascht sein, wenn man gerade die von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohten Bevölkerungsgruppen über Jahrzehnte immer weiter schröpft? Wie kann man überrascht sein, dass genau in dieser Bevölkerungsgruppe Menschen ein Ventil für ihren Frust suchen? Wie kann man überrascht sein, dass sich Menschen in dieser Bevölkerungsgruppe leider viel zu leicht beeinflussen und manipulieren lassen, obwohl sie menschlich sowie geistig nicht als dumm eingestuft werden können?
 
Unsere Politiker schauen sich den Mopp aus Volksdeppen (Rechtsradikale und sämtliche andere Radikale) und Mitläufern an und tun so, als hätten sie damit niemals gerechnet und als bestehe für den ganzen Frust kein Grund.
 
An dieser Stelle muss man sich dann fragen, ob unsere Politiker nicht auch eine ganze Menge zu wenig Intelligenz für ihren Job haben oder ob dies genau das Jobkriterium ist.
 
Ich möchte aber das Problem der Armut und der sozialen Ausgrenzung nicht mit einer Debatte über Flüchtlinge oder der Intelligenz von Politikern überschatten, sondern ich möchte hier deutlich machen, dass in einem der reichsten Industrieländer der Welt ein riesen großes Problem besteht. Ich möchte deutlich machen, dass die Verteilung des Reichtums in Deutschland einseitig, unmenschlich, unfair und unsozial ist. 
 
Deutschland hat in seinem Grundgesetz stehen, dass es ein Sozialstaat ist. Ein Sozialstaat verursacht Armut und soziale Ausgrenzung nicht, sondern hat ein soziales Netz der Sicherheit gespannt. Harz IV kann man nicht als soziales Netz bezeichnen, denn Harz IV verursacht und fördert Armut und soziale Ausgrenzung. Auch fördern Medienberichte über "faule" Harz IV Bezieher Hetze, Hass und soziale Ausgrenzung.
 
Ein Staat, der sich selbst nicht an sein Grundgesetz hält, der schon mehrfach vom EUGH (dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte) wegen Menschenrechtsverbrechen verurteilt wurde und der nichts, aber auch gar nichts ändert, ist in meinen Augen entweder kein suveräner Staat mehr oder wenn doch ein Staat, dann ein sogenannter Schurkenstaat.
 
Denn ein Staat, dem die Bevölkerung egal ist, läuft ganz große Gefahr, an dieser Einstellung kaputt zu gehen.
 
Ich rufe hier nicht zu irgendwas auf, sondern fordere alle auf, sich ihr eigenes Bild zu machen, sich ihre eigene Meinung zu bilden und nichts, auch nicht diesen Artikel, unreflektiert zu übernehmen. Ich fordere allerhöchstens dazu auf, dass die eigene Intelligenz, also das eigene Denkvermögen, wieder voll genutzt wird. Nicht zum negativen, sondern zu positiven sozialen Veränderungen in einem der reichsten Industriestaaten der Welt. Und schließe bei diesem Aufruf auch unsere Politiker nicht aus, sondern fordere gerade diese auf, ihren politischen Kurs der letzten Jahrzehnte auf Menschlichkeit und Gerechtigkeit zu überprüfen und einen besseren Weg als den jetzigen einzuschlagen. Das sind Sie, verehrte Politikerinnen und Politiker unserem Land und unserer Geschichte schuldig, denn aus der Geschichte sollte man doch lernen.
 
 
freundlich dunkle Grüße
 
J. Krüger
 
 
 

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