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THEMA: Ein "Alter", welcher Neu ist lächeln

Ein "Alter", welcher Neu ist lächeln 2 Monate 2 Wochen her #49125

  • DarkWhish
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Tja - wie stellt man sich vor? Richtig ist, es ist nicht einfach!
Deshalb zuerst einmal unbestreitbare Fakten.
- geboren am 04.02.1967 in (West) Berlin. Genauer - zwangsweise per Kaiserschnitt auf die Welt geholt.
- "grown up" und die grösste Zeit dort auch gelebt ebenso in Berlin
- Aus persönlichen Gründen dann im Februar 2019 Berlin verlassen und nach Eisenhüttenstadt gezogen.
Auf diese Gemeinschaft hier bin ich gestossen, weil ich aktiv danach gesucht habe - ich möchte Anschluss finden.

Jap - ich bin also schon ein etwas älteres Kaliber. Was ich noch nicht bin, ist das, was ich sein will. Das ist auch Basis meines Nicks hier - "DarkWhish".
Ich hatte mein "coming out" noch gar nicht. Dazu aber später Mehr.

Was grundsätzlich bei mir schon immer - und damit meine ich tatsächlich von Geburt an - der Fall ist: Ich fühle mich mit der Dunkelheit, der Nacht als Solcher, verbunden. Das hat auch einen ganz realen Hintergrund bei mir - ein psychisch-gesundheitliches Problem nämlich. Meine biologische,"innere Uhr", ist um 10-12 Stunden im Vergleich mit dem menschlichen Durchschnitt, "verstellt". Schlaf benötige ich wie jeder andere Mensch auch, nur nicht zu den "üblichen" Zeiten. Was mein Leistungs- und Aktivitätspotential anbelangt, bin ich eher eine Fledermaus. Die Fledermaus als Vergleich habe ich bewusst gewählt; ich kann Frequenzen bis 25KHz auch im unteren dB-Bereich hören. In der Praxis bedeutet das, ich kann die Kommunikations- u. Ortungslaute einiger Fledermausarten tatsächlich hören. Ein solches Hörspektrum ist nicht immer lustig - es kann sehr störend sein Laute deutlich zu vernehmen, die andere Leute einfach nicht hören.

"Gothic" bedeutet für mich persönlich, wenn man von Äusserlichkeiten absieht, erstmal ein kleines Problem. Warum? Ich finde "Gothic" ist keine fest definierte Lebenseinstellung. "Mein" Gothic besteht aus meiner persönlichen Erfahrung und diese Erfahrung besteht im Wesentlichen daraus, dass ich "Gothics" bisher immer als sehr kommunikativ, aufgeschlossen, empfunden habe. Menschen, mit denen man sich gut unterhalten kann und als Menschen, denen Gefühl wichtig ist und auch darüber sprechen können. Ich habe vor meiner Registrierung hier schon so Einiges gelesen was zugänglich ist. Was ich gelesen habe, bestärkt mich in meiner Annahme.

Welches Verhältnis ich zur Nacht habe, habe ich schon angesprochen. Für mich persönlich ist die Nacht mein "Tag". Der Mond ist, wenn er zu sehen ist, ein elementarer Bestandteil der Nacht und er gehört für mich dazu. Der Mond ist astronomisch ein Begleiter der Erde und er ist ein Begleiter der Nacht - ich mag ihn als Begleiter.

Finsternis - Diese ist für mich nicht negativ behaftet, sondern eher ein Zustand der Ruhe und Besinnlichkeit, gut zum Nachdenken. Nun gut - bei mir ja sogar medizinisch bedingt. Das aber hat als Folge, dass ich keine objektive Erklärung darüber abgeben kann, weshalb ich die Nacht mag. Ich bin wach und konzentriert in der Nacht. Muss ich am Tage wachsein, dann bin ich zum Beispiel deutlich unkonzentrierter, weniger leistungsfähig. Dieses ist seit meiner Geburt so. Und es macht das Leben, welches auf Tag "geeicht" ist, nicht gerade einfach.

Nein - ich habe meinen Platz in der Welt noch nicht gefunden. Die Frage danach trifft mich auch deutlich, denn ich habe schon oft in meinem Leben das Gefühl gehabt, irgendwie gar nicht hierher ( in diese Welt) zu gehören. Ich befinde mich trotz meiner 53 Lebensjahre immernoch auf der Suche nach meinem Platz in der Welt. Das aber beherbergt für mich auch eine weitere Frage. Bedeutet, seinen Platz gefunden zu haben, nicht zwangsweise auch Stillstand?

Die sechste Frage ist interessant und sie sollte nicht leichtfertig beantwortet werden.
Deswegen werde ich sie nicht direkt mit einer Auswahl beantworten, sondern auseinandernehmen.
Um die erste Wahlmöglichkeit zu wählen müsste in meinem Verständnis zuerst definiert sein, was für den Beantworter überhaupt "ein schönes Leben" bedeutet.
In meinem Verständnis für mich persönlich schliesst das nämlich die zweite Wahlmöglichkeit direkt mit ein.
Ja - ich würde mich zum Beispiel darüber freuen, über gehobene finanzielle Mittel zu verfügen. Nicht nur, weil ich mir damit dann mein kaputtes Gebiss sanieren lassen könnte als Beispiel, sondern auch, weil ich diese Mittel dann dazu einsetzen könnte, Anderen ein Freude zu bereiten oder aus einer Misere herauszuhelfen.
Was bei mir ein Fakt ist - es macht mir allgemein Freude, wenn ich Anderen helfen kann, völlig egal, auf welche Art & Weise diese Hilfe stattfindet.
Auf der anderen Seite sieht es allerdings - meiner Meinung nach - auch so aus, dass man umso besser Anderen zu einem besseren Leben verhelfen kann, den Willen vorausgesetzt, je besser es einem selbst geht.
Wenn ich ausdrücklich nur diese beiden genannten Wahlmöglichkeitlich habe, ohne was daran ändern oder ergänzen zu dürfen - dann wäre Möglichkeit Nummer Zwei meins.

Die apokalyptische Katastrophe - eine klassische Frage die nie aussterben wird :)
Nun, ich würde Niemandem davon erzählen. Was ich persönlich tun würde in den letzten 24 Stunden wäre, zuerst zum Grab meiner Eltern zu gehen und ihnen sagen, dass wir uns bald widersehen ( ja - ich glaube daran ). Danach würde ich mich einfach in meine Wohnung zurückziehen und dort bleiben; das würde Niemandem auffallen, da es zu meinem "normalen" Verhalten gehört, eher zurückgezogen zu leben. Ich würde mich vor den PC hocken mit ein paar Bierchen, meine Kopfhörer aufsetzen und alle Musikststücke, die ich besonders gerne höre, durchhören. Was ich mir dabei nicht verkneifen könnte - wenn ich den genauen Zeitpunkt kenne - ab und an auf die Uhrzeit zu sehen. Schlafen würde ich nicht mehr.
Tja - die hilflose berauschte Person. Bei mir ist der zweite Blick Praxis - zuerst prüfen, ob ein akuter Bedarf an medizinischer Hilfe nötig ist und das kann alleine schon ein starker Rausch durchaus sein. Bei Jemandem, der mir nicht mehr adäquat oder gar nicht antworten kann, rufe ich immer die Feuerwehr, weil ich alleine nichts an der akut schlechten Situation ändern kann.

Zu der neunten Frage - diese ist für mich leider nicht emotionslos zu beantworten. "Jugendlicher Pöbel" ist auch ein weit gefasster Begriff. Eine Gruppe Zwölfjähriger würde von mir nicht dieselbe Behandlung erfahren, wie eine Gruppe aus Sechzehnjährigen.
Ich stand vor 20 Jahren einmal wegen Körperverletzung vor Gericht, weil ich auf der Strasse einen erwachsenen Hundebesitzer verprügelt habe, der auf einen Schäferhundwelpen mit einem Elektrokabel eingeschlagen hat. Da hatte ich auch nicht erst diskutiert, sondern hingelangt. Kurz - es ist sehr situationsabhängig, wie ich reagiere. Besser ist es aber immer, wenn Menschen echte Einsicht erlangen würden.

Was ist ein menschenwürdiges Leben? Für mich bedeutet es, dass es Jedem ohne grössere Probleme möglich sein müsste, zufrieden sein zu können. Denn Jeder definiert "menschenwürdiges Leben" anders.
Für mich persönlich ist das sagen dürfen der eigenen Meinung sehr wichtig. In einem System, welches mir Alles gibt, ich aber nichts sagen dürfte, was mir nicht gefällt - das wäre für mich kein menschenwürdiges Leben mehr.


So - damit wäre ich dann erstmal soweit durch - war garnicht so schlimm, wie ich dachte.
Wenn Fragen bestehen - dann her damit - denn wegen Austausch & Kommunkation bin ich ja hier!
Dunkle Grüsse in die Runde!

P.S.: Rechtschreibfehler bitte nicht sooooo übel nehmen - ich habe drei "Rechtschreibreformen" durch und vermische Vieles..... :fleder:
Das Leben ist kein Ziel, sondern ein Weg.
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Ein "Alter", welcher Neu ist lächeln 1 Monat 3 Wochen her #49158

  • Nebelwelt
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Dein Post ist leider schon gute 3 Wochen alt und bisher hatte sich niemand in diesen Thread verirrt, wie ich sehe?

Nun denn, ich grüße dich und heiße dich hier Willkommen!


Das mit dem Platz im Leben finden und die Frage nach dem Stillstand empfinde ich als sehr interessant.
Stillstand bedeutet für mich persönlich, sich auch gedanklich und persönlich nicht mehr weiterzuentwickeln. Beides ist nicht an einen festen Platz oder Ort in der Welt gebunden. Daher denke ich nicht, dass es zwangsläufig zu einem Stillstand kommen muss. Viel tragischer empfinde ich geistigen Stillstand. Wenn man nur noch lebt ohne sich verbessern zu wollen, ohne neues Wissen zu erlernen. Das bedeutet für mich Stillstand und den empfined ich als lethal.

Noch einmal Willkommen hier!

Liebe Grüße
Nebel
"I don't talk about my hallucinations, I evoke them.
Take me, I am the drug; Take me, I am hallucinogenic." [Salvador Dalì]
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Ein "Alter", welcher Neu ist lächeln 1 Monat 3 Wochen her #49159

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Auch von mir ein Herzliches Willkommen...

Vielleicht trifft man sich ja mal im Chat. Würde mich freuen.

dunkle Grüße
Angel
Imagination ist the only weapon in the war against reality. (Lewis Carroll)
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Ein "Alter", welcher Neu ist lächeln 1 Monat 3 Wochen her #49161

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Auch von mir ein herzliches Willkommen Darkwish!


Das mit den Schlaf-und Wachzeiten kenne ich auch sehr gut ;-).... Nur muss ich mich leider zwingen, zu schlafen, damit ich eher aufstehen kann. Heutzutage aufgrund der eigenen Kinder, die geweckt werden müssen (Kiga und Schule) und damals selbst als Schulkind auch wegen diesem nächtlichen Schulbeginn um 7:45 Uhr. Ich habe es gehasst. Wenn ich könnte, würde ich wohl auch früh oder mittag ins Bett gehen und abends auferstehen.... , bin auch abends konzentrierter und aktiver.
Mein halbes Leben lang habe ich mich gewundert, wie alle anderen Menschen das machen,...sie gehen abends (21/22 Uhr) ins Bett und schlafen innerhalb weniger Minuten ein....und daaaaaaannnn, können diese Leute auch noch tatsächlich früh am morgen total fit und putzmunter aufstehen. Mein bisheriges Leben hat bisher sehr oft darunter gelitten, weil ich früh nicht aus dem Bett komme, ständig verschlafe, Wecker nicht höre....mich morgens um 8 so fühle, als hätte ich gerade mal 2 Stunden geschlafen..... - najaaaa, ich will dich mal jetzt nicht damit zutexten, .... . :-) Aber es beruhigt mich immer sehr, zu wissen, dass auch andere Menschen ähnliche tickende innere Uhren haben.

Dann fühl dich mal wohl hier und ich hoffe, es gefällt dir hier bei uns :-)

finstere Grüße, Vampina :fleder:
Ich kam, sah und vergaß was ich wollte...
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Ein "Alter", welcher Neu ist lächeln 1 Monat 3 Wochen her #49162

  • DarkWhish
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Huhu Vampina!

Danke für`s Willkommenheissen!

Die "verdrehte innere Uhr" ist bei mir seit rund 10 Jahren richtig medizinisch diagnostiziert, oder noch anders - erst seitdem richtig diagnostiziert. In der Praxis besteht bei mir dieser Zustand seit Geburt.
Die Sache ist die, dass man i.d.R. in jungen Lebensjahren noch mehr Energie aufbringen und umsetzen kann. Als Kind und Jugendlicher konnte ich das also noch relativ gut kompensieren.
Aber so im Alter von etwa 20 fing es schon an, dass ich es nichtmehr locker flockig wegstecken konnte. Bedeutet, es gab immer mehr und häufiger Tage, an denen das Wachbleiben am Tage schwerer und schwerer wurde.
Vonner Arbeit her habe ich immer Jobs gemacht, welche die Möglichkeit boten, innerhalb eines Dreischichtsystems dann Nachtschichten zu machen. Ich habe meine Problematik meinen jeweiligen Arbeitgebern auch dargelegt, ich habe sogar in Nachtschichten auf gesetzlich und tariflich festgelegte Nachtzulagen verzichtet, damit Arbeitskolleg-innen-en nicht dachten, ich würde lediglich darauf schielen. Wenn es dann nicht anders möglich war, habe ich auch 12-15 Tage durchgearbeitet am Tage, umd dann in den folgenden 3-4 Tagen arbeitsfrei mich nachts mit Kaffee zuzuschütten und die Tage dann komplett zu "verschlafen". Quasi Tagschlaf gesuchtet.
Mit Kaffeetrinken habe ich schon mit 13 angefangen, mit 19 kamen dann Koffeeintabletten zusätzlich drauf.
Ich kann in der Nacht schlafen - aber nur dann, wenn ich sprichwörtlich "todmüde" bin. Dazu muss ich dann zuvor so etwas 90-100 Stunden durchgehned wach gewesen sein. Wenn ich am Tage schlafen kann, dann bin ich in der Nacht so fit, konzentriert und leistungsfähig wie andere Menschen am Tage. Auch das ist bei mir durch entsprechnede Tests nachgewiesen.

Ja - das mit Dem wo Alles so früh beginnt....... .
Wenn Mütter ihre kleinkinder früh um halb vier ausm Bett reissen müssen, damit sie sie um 5 in einer Krippe/Kindergarten abliefern können, weil sie danach noch anderthalb Stunden unterwegs sind um ihren Arbeitsplatz zu erreichen......furchtbar Sowas. Theorethisch müsste das in unserer Welt nicht zwingend so sein - mit "unserer Welt" meine ich unsere moderne Welt mit den entsprechenden Möglichkeiten.

Die Dinge, die Du aufgezählt hast, wie Wecker nicht hören,Verschlafen, Nachts geschlafen zu haben und sich trotzdem fühlen als hätte man gearbeitet.......Alles so auch bei mir.
Und nee - Du textest mich damit nicht zu - ich empfinde es nicht als negativ, wenn Jemand einen Text schreibt, der etwas länger als zwei aneinandergehängte SNS oder Whatsapp-Nachricht ist!

@Nebelwelt

Auch an Dich Danke!

Thematik "Stillstand".
Von Deiner Perspektive aus, welche Du genannt hast, habe ich das noch gar nicht betrachtet.
Ist schon richtig - wenn man eine perssönlich erwünschte Ebene erreicht hat und dort verbleibt, bedeutet das nicht, geistig stehenzubleiben und sich zu entwickeln.
Ich meinte es eher so, dass die Gefaht, dann auch geistig stehenzubleiben, dann grösser ist. Die Natur ist doch, wenn man sie einmal allgemein etwas genauer betrachtet, so drauf keine Energie zu verschwenden. In einer sich selbst überlassenen Natur hat Alles was Natur macht auch ein bestimmtes Ziel.
Und dafür werden genau die Ressourcen aufgewendet, die notwendig sind und nicht ein Fitzelchen mehr. Und wir als Menschen-Lebewesen gehören zu und stammen dieser Natur ab. Menschen neigen genau dazu, auch nicht höhere Aufwendungen zu machen als nötig für ein bestimmtes Ziel. Das wird natürlich durch die jeweilige Umwelt und Umstände beeinflusst.
Ich habe mal vor Jahren den Bericht eines Ornithologen gelesen, der als Beeispiel Singvogelarten aus moderner Welt nannte, die im Winter keine Reise mehr in Richtung Äquator antreten, weil sie gerade in den dichtbesiedelten Gebieten dann genügend Futterersatz finden, die eine beschwerliche und gefährliche Reise unnötig machen. Oder Bären und Füchse - also Wildtiere, die nicht mehr Jagen oder Beeren sammeln, sondern sich mittlerweile sogar am Tage in belebte Gegenden begeben und sich an unserem Müll bedienen.
Das dreht sich nicht nur um "Futter" Ich musste grinsen dieses Jahr, weil sich da im Frühling hier vor meiner Haustür ein Elsternpaar und ein Krähenpaar ihre Nester nicht aus Ästen und Laub gebaut haben, sondern komplett aus Drahtbügeln, Dämmaterial einer Baustelle ( Schaumstoff )und Kunststoff-Bändern aus Verpackungsmüll. Beim letzten Sturm hier sind fette Äste abgebrochen - diese beiden Nester aber haben im Gegensatz zu Anderen nicht den geringsten Schaden genommen. Haben diese kleinen Tierchen doch genau richtig gehandelt und den Vorteil erkannt und genutzt.


Abschliessend @ All - Danke für die nette Aufnahme - textet mich ruhig zu und fragt, wenn ihr was wissen wollt oder euch etwas Bestimmtes interessiert!

Ach ja - ich schreibe jetzt um diese Uhrzeit, weil wieder mal länger wachbleiben angesagt ist. letzte Nacht habe ich meinen PC mal neu aufgesetzt und will mal sehen, dass ich heute Nacht vielleicht mal nach etwas kürzerer Wachphase schlafen kann.
Das Leben ist kein Ziel, sondern ein Weg.
Letzte Änderung: 1 Monat 3 Wochen her von DarkWhish.
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Ein "Alter", welcher Neu ist lächeln 1 Monat 3 Wochen her #49165

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Sei mir herzlich gegrüßt und willkommen hier Darkwish.
Nach sehr langer "Ruhephase" meinerseits, bin ich nun tatsächlich bemüht hier auch wieder präsenter zu sein.

Bei dir mache ich damit nun mal den Anfang. :)

Wie ich lesen kann, gehörst du dem Club der Nachtschattengewächsen an. Macht dich gleich sympatisch bei mir. Aber die Sache mal ganz sachlich betrachtet.

Der menschliche Biorhythmus hat nach meiner Kenntnis zwei Phasen. Tag- und Nachtmenschen. Das ist für mich persönlich mittlerweile unumstößlich und der Medizin geht dabei auch immer mehr ein Auge auf.

Alles was ihr beiden, Vampina und du beschreibst, sind bei ShaitanJr und mir tatsächlich Dinge, die für uns völlig normal sind. Leider sind wir beide wie die meisten gezwungen uns in dem Tagrhythmus irgendwie zurecht zu finden. Bei uns beiden kommt es sehr darauf an, dass wir uns konzentrieren bei dem was wir tun. Bei uns beiden können Fehler das Leben von Menschen fatal beeinflussen. Dennoch interessiert es niemanden, dass 50 Prozent aller Menschen einen nächtlichen Biorhythmus und 50 Prozent einen Tagesrhythmus haben.

Die 50 Prozent mit Tagesrhythmus und Tagesstruktur zwingen uns anderen ihren Rhythmus auf. Das dies für uns ungesund und echt schädlich ist, interessiert sie dabei nicht. Und weil wir das von klein auf aufgezwungen bekommen, zwingen wir uns meist das ganze Leben durch diesen für uns falschen und schädlichen Rhythmus. Am Ende dankt es uns niemand, denn wir sterben einfach bis zu 10 Jahre zeitiger.

Aber die gesamte Gesellschaft ist auf die "normalen" Tageszeiten ausgelegt. Und da ist das größere Problem. Es bedarf einer gesellschaftlichen Veränderung. Diejenigen, die erkannt haben, dass sie ein Nachtmensch sind, müssten mutiger sein. Seien Leute im Einzelhandel, Ärzte, Therapeuten etc.

Gäbe es flächendeckend nächtliche und könnten auch Nachts wichtige Dienstleistungen genutzt werden und und und, würde sich dieses Konzept entsprechend durchsetzen. In den Großstädten funktioniert das ja schon teilweise in Ansätzen.

Unserer Gesundheit wegen würde ich mir sehr wünschen, dass wir auch Nachts zum Arzt gehen könnten oder unsere Therapien eben auch nachts machen könnten. Oder eben auch Dinge wie Amtsgänge zu den Zeiten machen, zu denen man fit ist. Auch Sport oder Freizeitangebote für Nachts. Dienstleistungen auch Nachts. Oder sei es einfach auch Kundenservice. Warum werde ich gezwungen, wenn ich den Support benötige Tagsüber mich darum zu kümmern? Nein ich möchte mich dann darum kümmern, wenn mein Hirn und mein Körper am effektivsten und produktivsten ist. Und das ist nun mal erst Abends und über die gesamte Nacht hinaus.

Liebe Gesellschaft akzeptiert und respektiert es doch endlich, dass wir 50/50 Menschen sind, was unseren Biorhythmus angeht. Zwingt uns doch eure Lebensweise nicht auf, wir können friedlich koexistieren, wenn wir anständig miteinander umgehen und jeden Menschen so respektieren und akzeptieren, wie sie/er ist. Es ist doch nicht sinnvoll einem anderen Menschen seinen Lebensstil aufzuzwingen.

Ich möchte aber auch noch mal auf deine Antworten zu meinen "Standardfragen" eingehen, schließlich hast du dir da tatsächlich ordentlich Zeit genommen und für mich sehr interessante Antworten gegeben. Diese zeigen mir sehr deutlich, dass dein Denken über den berühmten Tellerrand hinaus geht und das gefällt mir.

Wie du siehst, du bist nicht allein damit gerne etwas längere Texte zu verfassen. Ich bin da auch so ein kleiner Romanschreiber. XD Aber ich muss und möchte da auch zugeben, mir sind tiefgreifende Gespräche lieber als kurze oberflächliche. Ich nutze zum Beispiel Twitter kaum bis gar nicht. Mir reichen die erlaubten Zeichen nicht aus um mich entsprechend auszudrücken. Ich bin kommunikativ und brauche auch einen gewissen Raum um zu kommunizieren.

Das du deinen Platz noch nicht gefunden hast, ist ebenfalls kein großes Drama, schließlich ist es nicht zwingend notwendig diesen zu finden. Fühlst du dich so gut wie überall mit dir wohl, ist dein Platz eben die gesamte Welt oder wenn wir größer denken, das gesamte Universum. Auch dies ist ein Platz. Eben nur ein etwas größerer.

Geistig entwickelt man sich über die Jahre sowieso weiter, ob man das will oder nicht. Es passiert zwangsläufig, außer man schließt sich selbst über Jahre in einem dunklen Keller ohne irgendeine Kommunikationsmöglichkeit ein.
Die Entwicklung findet von unserer ersten Lebenssekunde bist zu unserer letzten statt.

Nicht bei jedem ist diese geistige Entwicklung positiv. Ich schaue da nur auf einen Xvaire Naidoo (oder wie der Trottel auch geschrieben wird) oder einen Atilla Hildmann. Aber auch sie entwickeln sich geistig weiter. Gut ihre Intelligenz kennt halt keinen Boden mehr, weil sie diesen schon seit langer Zeit in Richtung bodenlose Tiefe durchbrochen haben, aber sie entwickeln sich nach unten hin halt weiter.

Stillstand in dem Sinne gibt es nicht wirklich, denn auch wenn du ein Level erreicht hast, auf dem du dich wohlfühlst bedarf es einiger Anstrengung dieses Level zu halten und zu modifizieren. Entwicklung kennt schlicht und ergreifend keinen Stillstand im eigentlichen Sinne.

Erkennt man dies erst einmal, ist man vielleicht nicht mehr ganz so sehr gehetzt, denn man weiß, dass es weitergeht auch ohne dass man einen Ruhepuls von 249 hat. XD

Bzgl. deinen Ausführen zu dem Subjekt, welches vor 20 Jahren auf den Hundewelpen eingeprügelt hat, möchte ich auch noch mal zu sprechen kommen.

Ich bin ein Mensch, der Gewalt nicht gut heißen kann und auch nicht will. Dabei gibt es für mich auch keine Ausnahmen. Jedoch und hier ein ganz großes JEDOCH. Ich verstehe, wie es zu dieser Situation bei dir gekommen ist und du bekommst dafür meinen Respekt, denn du hast dich vor ein Hilfesuchendes Lebewesen gestellt und hast sämtliche Konsequenzen bedingungslos in Kauf genommen um diesem Lebewesen das Leben zu retten bzw. es vor weiterer Misshandlung zu schützen. All diese Courage verdient den höchsten Respekt und ich wünschte es gäbe mehr Menschen, die bei sowas eingreifen und sich erst nach dem Eingreifen Gedanken über die Konsequenzen machen. Denn der Schutz von Leben und Gesundheit geht in jedem Fall erst einmal vor.

Würde ich pazifistischer Typ in einem solchen Moment ohne Gewalt auskommen?

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich weiß ehrlich nicht, ob ich in einem solchen Moment überhaupt auf Gewalt gegen dieses abartige Subjekt, welches sich da selbst Mensch nennt, verzichten wollen würde.

Ich betrachte daher deine Verurteilung von damals nicht als Strafe, sondern viel mehr als Auszeichnung für besondere Courage und Tierliebe.

So wenn du es tatsächlich geschafft hast, bis hier her zu lesen, herzlichen Glückwunsch. Mit guter Musik im Ohr schreiben die Hände von allein, die Gedanken fließen nur und da es sich um "meine" Zeit handelt funktioniert mein Hirn gerade richtig gut, obwohl ich den Tag bereits wach war und letzte Nacht nur mit sehr wenig Schlaf auskommen musste.

Dennoch, ich liebe die Nacht und diese Liebe wird nie erlöschen, egal was die Tagmenschen auch immer versuchen werden. ^^

Aber ich zügel mich nun tatsächlich, wünsche dir hier eine schöne Zeit und das du dich hier gut einlebst. Würde mich echt freuen von dir hier mehr zu lesen. :)


freundlich dunkle Grüße

Baltarsar
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Hallo Balttarsar!

Was Du mir da geantwortest hast, das spricht mir direkt aus der Seele.

Das meinte ich z. Bsp. mit "...in unserer modernen Welt..." .

Die Menschen, die mit einer anderen inneren Uhr gesegnet - oder auch verflucht sind - leiden darunter, wenn ein komplettes Gesellschaftssystem nur auf eine tageszeitliche Ebene fixiert ist. Ein "Tagmensch" wird auch krank, zwingt man ihn in ein ständiges Nachtleben.
Vieles von Dem, was Du gesagt hast in Deiner Antwort, scheint mir aber nicht im öffentlichen Bewusstsein angekommen zu sein. Es wird schon recht häufig darüber diskutiert - auch öffentlich - wie sehr Nachtschichten einen tagesaktiven Menschen schädigen können. Aber die umgekehrte Variante - darüber habe ich tatsächlich noch nichts gehört, gelesen oder gesehen. Es erscheint aber für mich logisch, dass dann die Schadensgefahr für uns Nachtmenschen, wenn sie in den Tag gezwungen werden, mindestens identisch groß ist.

Interessant finde ich - mehr so auf allgemeiner Schiene - weshalb überhaupt der Tag sosehr in den Vordergrund geschoben ist. Ich meine, rein "technisch" ist es irgendwo auch logisch; Am Tage ist es überwiegend möglich Alles zu tun, ohne auf eine künstliche Beleuchtungsquelle zurückgreifen zu müssen. Rein aus dieser Sicht is es somit klar, dass "der Tag" die Hauptaktionszeit für ein entsprechend gepoltes Lebewesen ist. Aber wie ich schon sagte - "Nachtschichten" werden mit Schädlichkeit in Zusammenhang gebracht, aber nicht der umgekehrte Fall. Erzählt ein Tagmensch,

"...ah man, die Nachschichten sind so schlauchend..."

dann kommt die Antwort

"....ohjeh - ja, Du tust mir leid, aber haste ja bald `rum...".

Stöhnt Jemand wie Du oder ich am Tage herum und beklagt sich über "den Tag", kann man schon zufrieden sein, wenn man nur ein Kopfschütteln erntet.

Du hast auch völlig erwähnt, dass es eigentlich recht viele Menschen gibt, die eben nicht ausschliesslich auf Tag geeicht sind und völlig richtig auch, dass dies mehr in das Bewusstsein der gesamten Gesellschaft rücken müsste.
Und das alleine reicht allerdings dann nicht; es müsste daraufhin ja entsprechend praktische Anpassungen / Veränderungen geben. Das ist nicht einfach, wegen der Totalität, mit welcher Alles absolut auf Tag ausgerichtet ist. Anders gesagt - es ist irsinnig komplex, Alles ist quasi bis ins kleinste Detail auf Tag geeicht.
Selbst wenn man das umsetzen wollen würde, wäre es sehr sehr schwierig zu verwirklichen.
Es gibt ja Ansätze dazu. Diese Ansätze resultieren allerdings nicht aus dem Bewussstsein heraus, dass es auch Nachtmenschen gibt, sondern sind wohl eher dem Umstand geschuldet, dass unsere Technisierung sich so entwickelt hat, dass ein Nachtleben prinzipiell besser möglich ist. Das ist aber dann immernoch ein System, welches dem Tagmenschen einige Möglichkeiten bietet, auch nachtaktiv zu sein, wenn er es will und nicht ein System, das WEGEN nachtaktiven Nenschen steht.

Ich denke auch - wie Du es umschrieben hast, dass öffentliches Bewusstsein dafür vorhanden sein müsste. Wenn alle "Nachtmenschen" herauskommen würden, dann liesse sich genau für diese Menschen bestimmt auch ein Nachtleben etablieren meine ich.
Nachtmenschen für Nachtmenschen eben. Egal ob nen Friseur, Arzt oder Behördenmitarbeiter - Nachtmenschen arbeiten bestimmt auch...... .

Nochmals zu der Sache mit dem Hund und "Gewaltbereitschaft". Letztere habe ich nicht grundsätzlich. Ich habe in der Situation damals tatsächlich weder nachgedacht und schon garnicht direkt entsachieden, jetzt Jemanden zu verletzen. Es ist einfach passiert.

Hehe - jo - ich habe geschafft zu lesen - dass kann ich durchaus. Ich war schon immer Jemand, der gerne gelesen hat. Ich kann 1000-Seiten-Romane hintereinander lesen und ich weiss auch auf Seite 100 noch, was auf Seite 1 stand. Lesen ist für mich befriedigender, als ein Film. Beim Lesen kann ich gut in die beschriebene Welt eintauchen, das ist fffür mich besser als ein Film, in meinem Kopf läuft beim Lesen dann ein selbstproduzierter "Film" ab.
Dazu dann mal die Info, was ich gerne lese: SciFi, Fantasy und Mischungen von Fantasy-SciFi.

Ich denke, Du wirst schon noch von mir zu Lesen bekommen; ich habe mich angemeldet hier, weil ich kommunikation suche.
Hmm, mein Vaater hat zu mir, als ich so 13-14 war, gesagt, mein Mundwerk müssen man, wenn ich mal verstorben bin, extra totschlagen.
Musikmässig bin ich übrigens mehr so auf der Elektropop und Trance-Schiene. Dazu dann mal Beispiele, was mir besonders gefällt

- Eisfabrik "Schneemann"
- VNV Nation "Nova"
- Blutengel "Atmosphere"
- Seelennacht "Fährmann"

Dazu kommt dann allgemeiner "Trance" und auch ne Menge elektronische Ambient. Daraus dann mal Künstlernamen wie Stive Morgen, Yakuro, Dreamstate Logic. nur als Beispiel.

Ach ja - schönen Herbstanfang wünsche ich! Endlich nahen wieder die "Tage" mit längerer Dunkelheit, Nerbel is möglich und so :D


Man liest sich & Gruss!
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